Orangerie - Darmstadts barockes Kleinod

 

Die Orangerie ist seit eh und je die „gute Stube“ der Darmstädter Bürgerschaft. Im 18. Jahrhundert hatte Hofbaumeister Louis Remy de la Fosse im damals sehr ländlich-idyllischen Vorort Bessungen eine schlossähnliche Anlage mit einem Barockgarten angelegt, in dem die höfische Gesellschaft ihre Gartenfeste feierte. Seit 1802 sind Park und Orangerie öffentlich zugänglich, zum Programm gehörten Konzerte und Ausstellungen. 1870 war die Orangerie Schauplatz der ersten deutschen Rosenschau, mit der die Gartenbauvereine die Tradition der großen Gartenbauausstellungen begründeten.

Nach der weitgehenden Zerstörung der Stadt am 11. September 1944 konnte die Orangerie rasch wiederhergestellt werden und wurde kurz nach Kriegsende zum Mittelpunkt des neu aufblühenden kulturellen Lebens. Bis 1972 hatte hier auch das Landestheater seine provisorische Spielstätte bezogen – für eine ganze Generation von Theaterfreunden ist die Orangerie Sinnbild dafür, dass Darmstadt sich als Ort der Literatur und der Avantgarde etablieren konnte und damit weit über die hessischen Landesgrenzen hinaus Anerkennung fand. Noch heute ist es für Schriftsteller, die mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet werden, eine Ehrensache, ihr Werk in der Orangerie zu präsentieren.

Nach dem Auszug des Theaters stellte man das Ensemble wieder möglichst originalgetreu her. Gebäude und Park sind heute die Schmuckstücke der Stadt und Rahmen für viele festliche Anlässe.

Den hohen Erwartungen der Besucher wird auch die Gastronomie in der Orangerie gerecht. Im Restaurant oder, je nach Anlass, auch im Saal, auf der überdachten Terrasse oder im Vorplatz zum Garten genießen die Gäste exzellente Speisen und Getränke in einem gehobenen Ambiente.

Wir danken unseren Topsponsoren!

 

nach oben