Nachhilfeschule in Nepal

 

Nachhilfeschule in Nepal - Aktiv In Nepal e.V. - ein Projekt des Lions-Clubs Justus von Liebig

 We serve - dieses gemeinsame Ziel aller Lions-Mitglieder in über 200 Ländern der Welt - haben die Darmstädter Lions des Clubs Justus von Liebig dieses Jahr auch auf das ferne Ausland ausgedehnt: Erstmals haben sie ein Projekt im Himalaja unterstützt, wo eine Lions-Freundin dieses Clubs, Dr. Wilma Mohr, seit zwei Jahren lebt. Sie wollte - nachdem sie viele Jahre lang die Leiterin des Sozialamts in Darmstadt gewesen war - noch einmal etwas Besonderes erleben: Helfen in der Regionalentwicklung in Nepal.

Und weil sie sich dort schon zu Beginn von viel Armut umgeben sah, hat sie gleich zusätzlich ihr eigenes Privat-Projekt gegründet: Eine Nachhilfeschule für Kinder armer Eltern, die gute Begabungen haben, aber nicht regelmäßig zur Schule gehen können. Ein Projekt, das nicht ganz unähnlich ist dem, das der Lions-Club Justus von Liebig auch in seiner Heimatstadt Darmstadt fördert: Er finanziert mit dem Erlös aus seinem letzten Ball Nachhilfestunden für Kinder von Migranten, die aus Mangel an Deutschkenntnissen in der Schule nicht mitkommen.

 "Global denken - lokal handeln": das ist das Motto vieler Lions-Clubs. Man hilft am liebsten in der eigenen Gemeinde. Die Darmstädter Lions haben das Motto mal etwas ausgeweitet zu "global und lokal handeln". Denn 1000 € - in armen Ländern ausgegeben - bewirken dort viel mehr als in Deutschland. Oft kann man dort das Doppelte von dem erreichen, was in der eigenen Stadt möglich ist.

 Kinderarbeit ist in vielen Ländern der Welt - so auch in Nepal - nichts Ungewöhnliches. so berichtete Wilma Mohr: Ein Junge ihrer neuen Nachhilfeschule in Hetauda - einer Provinzstadt im gebirgigen Nepal - musste zum Beispiel ganz selbstverständlich in der Schulzeit seinen Eltern helfen. Sie sind Schneider, und er wurde jahrelang immer wieder zum Abholen und Austragen reparierter Kleidung geschickt. Dadurch verlor er den Anschluss in der ohnedies schlecht ausgestattete öffentliche Schule, und keiner half ihm. Hier setzte die Nachhilfeschule des Projekts Eduvision ein, das mithilfe der Spende des Clubs Justus von Liebig ganz wesentlich unterstützt werden konnte. 
 
 "Die hierfür notwendigen Laptops konnten wir in den USA durch Sponsoring der beschaffen", mailten Wilma Mohr und ihr Mann glücklich an ihren Heimatclub in Darmstadt. "Und wenn Ihr jetzt noch die Mittel für die Anmietung eines Raumes und die Beschaffung von Tischen und Stühlen spenden könntet, und außerdem für einen Generator - um die häufigen Ausfälle unseres Stromnetzes zu überbrücken - dann wäre unsere kleine Nachhilfeschule komplett."

 Gesagt - getan. Und so konnte die kleine Schule im Frühjahr dieses Jahres starten - zur Freude der 30 Schülerinnen und Schüler.

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